„Now, my dear, see that you don’t stiffen your neck,
and see that you always got something to look forward to“

F.M. Alexander


Wie wird Alexander-Technik unterrichtet?

Wir unterrichten Alexander-Technik mit unseren Händen.
Über unsere Hände finden wir heraus, in welchem Zustand die Balance ist. Wir spüren ob ein Schüler leicht oder schwer, fest, fixiert oder frei ist, ob jemand die Tendenz hat aufzusteigen oder in sich zusammen zu sinken.
Man kann dies so ziemlich überall spüren, ob an den Schultern, dem Rücken, den Nacken oder dem Kopf. Es ist eine einfache Beobachtung, wenn man in ihr geübt
ist.
 
Schon eine kleine Veränderung in der Haltung des Beckens z.B. oder die des
Kopf, bewirkt eine enorme Auswirkung in der gesamten Balance.
Die Schultern an die richtige Stelle plaziert, übertragen ihr Gewicht in der richtigen Weise an die Wirbelsäule, bis in die Sitzhöcker, oder abwärts durch die Beine und beanspruchen so wesentlich weniger muskulare Aktion.


Welche Aufgabe hat der Schüler?

Wir wollen dass er nichts tut, dass er für diesen Moment seinen Körper sich selbst überläßt.
Es ist eine ganz schöne mentale Gymnastik, mal sich selbst in Ruhe zu lassen, innezuhalten und beiseite zu legen die Sorgen, beunruhigenden Gedanken, die uns anspannen lassen. Und dann der Ermutigung folgen, zu einer neuen Verteilung des muskulären Tonus.
Dieses „INNEHALTEN“ ist die Basis der praktischen Arbeit während des Unterrichts.


Vorbeugen und Behandeln von Störungen im Bewegungsapparat für
Musiker, Tänzer, Schauspieler

In der praktischen Arbeit mit dem Schüler spielt das Wiederentdecken und Zurückerlangen der WAHRNEHMUNGSFÄHIGKEIT DER UNTERSTÜTZUNGSKRAFT eine große Rolle. Sie ist eine Vorraussetzung für das freie und gleichzeitig kontrollierbare KÖRPERLICHE HALTUNGSSYSTEM in der Bewegung.
Die „ KUNST“ liegt in der Ausübung.
Dabei besteht die Gefahr, dass die dazu erforderliche KRAFT einem am Ende selber schadet, im Umgang mit dem jeweiligen Instrument eines Künstlers, sei es die Geige, die Stimme oder der eigene Körper oder im Umgang mit aufkommendem Stress.

Der meist beschrittene Weg dem Anspruch an Qualität und Quantität gerecht zu werden, führt über die „ÄUSSERE KRAFT“, d.h. über die außen liegenden, kräftigen Bewegungsmuskeln.
In der Folge von Überaktivität verkrampfen Muskeln, entsteht Heiserkeit, überdehnt das Bindegewebe und die Bänder. Auch verringert sich das Schmerzempfinden. Ein starker

Schmerz oder Kollaps ist oft der einzige Hilfeschrei des Körpers, der unser „Ich“ erreicht.
Auch leichte, aber ständige Fehlbelastungen und Verkrampfungen können zu chronischen Beschwerden führen, die sich oft an einer ganz anderen Stelle als der eigentlich ursächlichen einstellen.

Als die „INNERE KRAFT“ kann man das selbstverständliche Zusammenspiel unserer genialen anatomischen Struktur mit den physikalischen Gesetzten und der komplexen Organisation unserer Organe und Systeme nennen.
Dieses Zusammenspiel zuzulassen führt zu dem fein gesteuerten Bogenstrich des Geigers und seinem authentischen Klang.
Eine präzise Wahrnehmung des Kontakts zum Boden oder die des Instrumentes durch die Finger, im ganzen Körper präsent, erlaubt, dass die Arme frei bleiben, der Atem gelassen und der Körper nicht so schnell ermüdet oder fest wird.
Im Einzelunterricht liegt die größte Möglichkeit, diesen „Gebrauch des Selbst“ dem Schüler nahe zu bringen.
 
Mini-Groups und Funny Walks

In kleinen Gruppen werden die Phänomene des „Gebrauchs des Selbst“ entlang den Prinzipien der Alexander-Technik durch kleine Experimente, physische
Bewegungssequenzen im Raum oder durch „Geh-Versuche“, am besten im Freien, erfahrbar gemacht.
Sie sind eine große Hilfe, die Anwendung der Alexander-Technik im Alltag schnell als etwas Selbstverständliches zu begreifen und helfen den Spaß am Bewegen
wieder zu finden. Diese Gruppen werden individuell zusammengestellt, je nach den Bedürfnissen, Möglichkeiten und Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer.


Alexander-Technik und Zeitgenössischer Tanz

In dieser Arbeit kombinieren wir Elemente aus dem „Release Training“ und der F.M. Alexander Technik, um das Körperbewußtsein zu entwickeln. Damit entsteht ein Tanz im Kontakt mit der Gruppe, dem Raum, der Zeit und der Dynamik.

Wichtig ist, einer spielerischen Haltung Raum zu geben, die das Aufbauen der Energie und den Spaß am Tanzen fördert.
Wir trainieren die Beziehung mit dem Boden, die Beweglichkeit der Wirbelsäule, die Arbeit der Spiralen im Körper.
Über Rhythmus zum Puls, kurze Bewegungssequenzen und mit eigenen wie vorgegebenen Material, führt das Spiel zum freien Experimentieren mit Tanz.



 
Alexander-Technik mit Kindern im Grundschulalter

Aus der Erfahrung mit Kindern im Grundschul-
alter kann man einen großen Mangel an physischem Spiel und Ausgelassenheit feststellen. Verhältnissmässig früh lernen Kinder heute den Umgang mit dem Computer, Fernsehen und anderem technischen Geräten.

Auch die Erfahrung von Leistungsdruck und einer kompetitiven Umgebung werden früh verinnerlicht. Hier bietet sich die Alexander-Technik an, in Gruppenunterricht Kindern Erfahrungen machen zu lassen, abseits des leistungsorientierten Handelns. Übungen die ein einfaches Vertrauen zu sich selbst und in der Gruppe aufbauen, werden in spielerischer Form praktiziert und verinnerlicht.
Der mentale und physische Kontakt von Kinder zu ihrer Umwelt, der wesentlich unmittelbarer bei Kindern statt findet als beim Erwachsenen, wird bewusst gefördert und ausgelebt.
Die Alexander-Technik kann sich mit ihrer Wirkung, das PSYCHO-PHYSISCHE GLEICHGEWICHT zu ENTSTÖREN sehr positiv auf das agressive Verhalten von Kindern und ihren Konzentrationsschwierigkeiten auswirken.

F.M. Alexander sprach der ANWENDUNG DER ALEXANDER-TECHNIK IN GRUNDSCHULEN eine ihrer wichtigsten Bedeutungen zu.

Wir unterrichten auch in English, Italienisch, Französisch und Spanisch.